precious red rose
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  precious red rose - Die Absicht

 

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Rose

Der Tiger

Leise lauert er im hohen Gras.
Ohne Regung nimmt er sein ganzes Umfeld wahr. Er lässt seinen Blick schweifen, durch den mit hohen Bäumen und Sträuchern besiedelten Dschungel, der in dieser Jahreszeit von heftigen Regenfällen geprägt ist. Bunt blühende Orchideen und Farne gedeihen prächtig und selbst in der Nacht kommt der Wald nicht zur Ruhe.
Versteckt und gut getarnt wartet der Tiger.
Seine Muskeln sind angespannt, als könnte er gleich springen und angreifen, doch sein Blick bewahrt Ruhe.
Eine scheinbare Ruhe.
Denn er hat schon lange ein Ziel.

Gelassen nimmt er wahr, wie kleine Fliegen und andere Insekten sich auf seinem Rücken niederlassen und in seinem Gesicht herum schwirren.
Er lässt den Blick immer gerade auf sein Ziel gerichtet und schaut nur selten mal nach links und nach rechts. Was in seiner Umgebung passiert registriert er flüchtig, aber nicht unvorsichtig in seinen Augenwinkeln.
Er könnte fliehen, leise und schnell. Jederzeit.

Doch in diesem Moment stört ihn niemand in seinem Beutefang. Er ist ganz allein.
Die junge Antilope, die es gewagt hatte, aus dem freien Feld in den Dschungel zu treten, hat schon jetzt verloren.
Den Blick wachsam erhebt sich langsam das Raubtier aus seiner Deckung. Für das zierliche Tier ist es nun bald unmöglich, den scharfen Zähnen des Tigers zu entfliehen.
Mit einem einzigen, hohen Sprung greift der große Kater an. Im selben Augenblick erkennt die Antilope die Gefahr und will fliehen, doch da haben schon die Krallen und das Gebiss sich in das junge Fleisch vergraben.

Langsam wird es Tag im Dschungel. Affen und Vögel kreischen unentwegt, größere Tiere verteidigen ihr Revier und machen sich auf Nahrungssuche.
Es scheint, als wäre einen Moment vorher nichts geschehen.
Nur noch ein paar umgeknickte Halme und ein wenig Blut auf der von Moos bedeckten Erde erinnern an den Beutefang des Tigers.

fantasy: Rose
7.1.07 13:46


Der Schritt zurück

Zögernd stand sie vor dem Spiegel und betrachtete sich noch einmal von oben bis unten. Das kurze, dunkelrote Kleid lag eng an ihrem Körper und betonte so ihre Hüften und ihren Busen. Sie hatte Parfum aufgelegt und sogar noch eine kleine Kette um den Hals. Ihre dunklen, frisch gewaschenen Haare umrahmten ihr ebenes Gesicht und ihre Augen schienen im spärlichen Licht des Flures zu glitzern.
Fast wie das sich brechende Licht an einem lauen Frühlingsmorgen unten am kleinen Fluss.

Neben ihren Spiegel war die Tischlampe an, die den Gang vom Wohnzimmer zur Wohnungstür in ein gedämpftes Licht erscheinen ließ. Sonst war es dunkel.
Unten von der Straße klangen die Laute der Straße zu ihr herauf, obwohl kein Fenster geöffnet war. Doch das Licht vom gegenüberliegenden Laden hörte nicht auf zu blinken.
Sie wartete. Hörte nur ihren eigenen Atem.

Langsam breitete sich wieder Spannung in ihr aus. Wie jedes Mal, wenn es wieder so weit war. Doch sie konnte nicht anders. Ein Zurück gab es nicht mehr. Sie holte tief Luft, doch auch dieses Ritual, wenn sie aufgeregt war, unterdrückte nicht die Gänsehaut, die sich nun über ihren schmalen Körper legte. Plötzlich fror sie.

Sie hatte sich geschworen, dass es das letzte Mal sein würde. Doch sie wusste, dass dieses Vorhaben schneller gebrochen worden war, als sie denken konnte.
Die Anderen hatten Recht gehabt. Du kommst nie mehr davon los. Doch sie wollte es nicht glauben. Wieso? Es ist doch ganz einfach! Daraufhin lachten sie nur. Jetzt wusste sie es auch besser.
Sie war schon mitten drin.

Noch immer stand sie vor dem Spiegel. Betrachtete ihr Gesicht, das einer Maske glich. Augen stark betont, die Wangen hervorgehoben. Wie hatte sie sich verändert in dieser kurzen Zeit. Anders sah sie aus. Leicht verzog sie die Mundwinkel zu einem Lächeln, doch es war kein echtes.
Es war eine Fremde, die ihr nun mit leeren Augen entgegenblickte.

Wie spät ist es? Schnell sah sie auf die Uhr an ihrem Handgelenk. Gut, sie hatte noch ein wenig Zeit bevor er kam. Das Frösteln wurde stärker, und doch konnte sie sich nicht von der Stelle bewegen. Sie konnte nur warten, bis das Spiel begann.

Auf einmal hörte sie weiter unten im Haus einen Knall, der ihr ungewöhnlich laut vorkam und sie schrak zusammen. Es war eine Tür, die scheppernd ins Schloss fiel. Dann hörte sie Schritte die Treppe hinaufkommen. Kam er schon früher? Vor Anspannung vergaß sie fast das Atmen. Mit der zitternden Hand strich sie ihr Kleid glatt und richtete erneut ihr dunkles Haar. Löschte das Licht der kleinen Tischlampe. Die Nervosität, die sie vergangen glaubte, war wieder da.

Als sie hörte, wie die Schritte draußen verebbten, atmete sie erleichtert auf.
Du wirst in einen Strudel gezogen, aus dem du nie mehr wieder herauskommst, sagten sie. Du fängst an und glaubst, es wird leicht, doch stattdessen wird es schwerer. Mit jedem neuen Tag willst du Aufhören, hältst dich daran fest, bis auch dieser Tag vorüber ist und du feststellst, dass du es wieder nicht geschafft hast.
Das Aufhören ist zu einer Phrase geworden, die ständig an Bedeutung verliert.

Doch heute Abend ist Schluss. Noch einmal dachte sie nach, ob sie auch nichts vergessen hatte. Die Wohnung abgedunkelt, außer dem ständig blinkenden Licht drang kein Licht in ihr Zuhause.
Die Stille der eigenen Wohnung jagte ihr plötzlich Angst ein. Wie schon so oft fühlte sie sich auf einmal alleine. Nur die Gedanken und die Erinnerungen waren ihre Freunde, die sie aus der Einsamkeit retteten und sie in eine andere Welt entführten und so die Stunden überbrückten. Manchmal ging sie auch zum kleinen Fluss, der sie an ihre Kindheit erinnerte und saß dort stundenlang. Es war ihre persönliche Zufluchtsstätte, dort fühlte sie sich wohl.
Ja, es war alles vorbereitet, dachte sie dann. Heute würde sie entkommen.

Dann unterbrach ein Klingeln die Stille.
Nun war er da.
Fast bereute sie den Schritt, den Weg, den sie als Nächstes gehen würde, doch dieser Schritt war ihr letzter Ausweg. Ins Leben zurück. Egal mit welchen Konsequenzen. Kurz kam ihr die Mutter in den Sinn, die ihr immer riet, auch noch weiter zu gehen, gleich wo sie sich befand.

Ein letztes Mal schaute sie in den Spiegel. Das Frösteln und die Angst waren vorüber. Mit eine ruhigen Hand legte sie den Lippenstift auf.
Dann öffnete sie entschlossen die Tür. Das Spiel begann, und sie hoffte nur, dass er mitspielte. Sie begrüßte ihn mit einer Umarmung und zog ihn gleichzeitig in ihre Wohnung. Irgendwie schien er es eilig zu haben und drückte sie an die Wand, bereit, jetzt schon aufs Ganze zu gehen. Er spielte mit, doch dies hier war ihr Spiel und es waren ihre Regeln. Und die besagten, hab Geduld, er hat sowieso seine letzte Chance verspielt.

Den gierigen Händen und fordernder werdenden Küssen ausweichend, kam sie an ihm vorbei und ging ihm voraus ins Wohnzimmer, wo schon zwei Gläser und eine Flasche mit Wein auf sie warteten. Auch sie waren Teil des Spiels, doch das wusste nur sie alleine.
Er würde es jedoch nie erfahren.

Schnell hatte er ausgetrunken und war wieder bei ihr. Sie erneut heftig küssend, gab er diesmal nicht auf und fuhr fort, mit seinen Händen eine Gänsehaut auf ihrem Rücken zu hinterlassen. Als er mit ihnen unter dem Rock verschwand, glaubte sie beinahe, die Kontrolle zu verlieren. Er schaffte es immer wieder, sie in ihren Bann zu ziehen, und sie am Ende doch nur zu benutzen.

Sie ist nicht entkommen, sie hatten Recht gehabt, das wusste sie ganz genau. Aus Leichtsinn hat sie angefangen und weitergemacht. Weil sie dachte, es wird besser.
So lange, bis sie feststellte, dass es eine Lüge war. Die größte Lüge in ihrem Leben.

Doch dann fiel ihr wieder das Weinglas ein und ein Lächeln bildete sich auf ihren roten Lippen. Nur noch einmal wollte sie ihn gewähren lassen. Das geben, was er wollte. Dann ließ sie sich in ihrer aufkommenden Erregung fallen, vergaß alles und küsste ihn ebenso heftig zurück.

Und dann nahm sie ihm alles.

Das immer blinkende Licht weckte sie. Müde stand sie auf. Ein Blick zu ihrem Bett genügte und sie hatte die vergangene Nacht vor Augen. Als sie sich anzog, betrachtete sie ihn fast wehmütig. Sie hatte ihr Spiel durchgezogen, sich nicht davon abbringen lassen. Die Konsequenzen würde sie tragen müssen, das war ihr klar. Im Moment wollte sie jedoch nichts davon wissen.

Als sie aus dem Fenster schaute, bekam sie Lust, zum kleinen Fluss hinunter zu gehen und das Glitzern der ersten Sonnenstrahlen auf dem Wasser zu beobachten.

Unveränderten Blickes sah sie zu ihm zurück. Er lag regungslos unter der dünnen Decke. Es würde ein schöner Morgen werden, dachte sie. Irgendwie schade, dass er ihn nie erleben dürfte.
Dann fiel die Tür ins Schloss.


fantasy: Rose
27.5.06 13:35


Über das Schreiben.

Eigentlich hab ich ja schon immer geschrieben.

Ich weiß sogar noch, wie es anfing. Damals, als ich klein war, und in der ersten Klasse innerhalb eines halben Jahres lesen und schreiben gelernt habe, sind mir Geschichten in den Sinn gekommen. Hab einfach drauflos geschrieben. Allerdings dachte ich mir noch nichts dabei.

Wenn ich aber jetzt mal so drüberlese (ja, ich habe auch schon immer alles aufgehoben!), muss ich so lachen. Da denke ich mir, wie naiv und süß ich damals noch geschrieben habe. Ich denke auch gleichzeitig, warum nicht? Selbst mal JKR oder Stephen King hat so angefangen. Mir ist aber auch klar, das ich als kleine Person sowas nie erreichen würde.

Irgendwann hab ich aufgehört zu schreiben. Weiß aber bei genauerem Überlegen auch nicht mehr warum. Kann viele Gründe haben. Entweder, mir feil einfach nichts ein, hatte kein Interesse (was eigentlich schon paradox ist, denn in dieser Zeit hatte ich die Kinderbuchabteilung der Bibliothek komplett durch und wandte mich immer mehr der Erwachsenenabteilung zu) oder einfach anderes im Kopf.

Ebenso möglich erscheint es mir, das ich einfach das Gefühl hatte, ich hätte es verlernt. Einfach so. Ich bekam nichts mehr aufs Papier. Wie leergefegt kann man sich die Gedanken dann vorstellen. Man denkt in dem Moment an nichts oder an alles andere, als an das, was man schreiben wollte.

Dennoch fing ich irgendwann wieder an. Ich las Gedichte und Bücher über Romantiker wie z.B. Hölderlin oder wandte mich anderem Genres zu. Vorrangig Psychothrillern oder Gesellschaftsromanen.

Das Wichtigste aber erscheint mir, das ich anfing zu leben. Mich selber als Person und denkender Mensch wahrzunehmen. Ich verliebte mich, wenn auch unglücklich. Aber gerade dies war ausschlaggebend für meine ersten Gedichtversuche. Hatte eine Deutschlehrerin, die mich schon unterstützte, mir neue Perspektiven gab, wenn auch unbewusst. Ich bewunder die Frau heut noch. Sie fand meinen Stil gut. Und ich glaubte es kaum, dennoch sprechen Aufsätze davon.

Nun schreibe ich mehr für mich, als für die Anderen. So hart es auch klingt, Klar bin ich froh über alle Meinungen und Gedanken zu dem Geschriebenen, aber für mich ist Schreiben ein Prozess, vom Innersten ausgeht.

Daher ist es für andere auch unverständlich, wenn ich hinterher sage, ich könnte meine eigenen Texte interpretieren.
ich schreibe selber so, das man sie unterschiedlich auslegen könnte. Sie enthalten für mich selbst noch Rätsel.

Und das ist der Antrieb für mich, weiterzumachen.

Danke, Rose


thoughts: Rose
18.4.06 07:05


Das Fenster gegenüber

Draußen ist es dunkel und ich gehe gerade aus dem Bad in meine Schlafzimmer, als ich gegenüber bei dir ein Licht brennen sehe. Ich weiß, das du mich beobachtest, seit wir uns einmal im Treppenhaus begegnet sind. Dein Blick sprach Bände, so lüstern blicktest du an mir herunter.

Ich gehe zu meinem Kleiderschrank, ziehe mich um und setze mich in Richtung Fenster auf den Bettrand. Eine kleine Bewegung in der Gardine sagt mir, das du hinter ihr stehst und mich anschaust. Ich muss lächeln, denn einerseits ist diese Situation beängstigend und reizvoll zugleich.

Ich habe ein kleines Negligée und einen Tanga an, so das du mehr siehst als du darfst, doch das ist mir egal. Meine Hand findet den Weg wie ganz von alleine zwischen meine Schenkel und beginnt, unter dem Tanga meinen Venushügel zu streicheln. Immer tiefer gleitet sie, ich spüre meine Feuchte, während die andere Hand zu meinen Brüsten findet und sie anfängt zu kneten und massieren.

Ich denke daran, wie du hinter dem Vorhang stehst, dir die Lippen bleckst, und vorstellst mich zum Wahnsinn zu lecken. Ich spüre fast, wie deine Hand in die Hose gleitet und beginnt, deinen Schaft zu massieren, bis er hart wird, was mich noch heißer macht.
Ich sehe dich selbst wichsen, während zwei, drei Finger in mich eindringen, meine Nässe und Geilheit spüren.

Ich lasse mich nach hinten aufs Bett fallen, die Beine gespreizt und nicht aufhörend, mich selbst zu ficken, damit du auch nichts verpasst. Ich höre dich aufstöhnen, geil werden bei meinem Anblick. Diese Vorstellung macht mich verrückt.

Immer tiefer und schneller reibe ich meine Möse, dringe in die feuchte, enger werdende Spalte ein und stöhne auf unter meiner eigenen Hand. Ich stelle mir vor, wie dein steifer, harter Schwanz mich aufspießt, mich in jeder Lage in den Wahnsinn fickt.

Als ich laut keuchend und mit den ganzen Körper zuckend zum Orgasmus komme, möchte ich, das du ihn ebenfalls so heftig erlebst.

Lange liege ich noch da, gewähre dir den Anblick und wünsche dir insgeheim eine gute Nacht, als ich leicht schmunzelnd das Licht ausmache.


fantasy: Rose
17.4.06 12:21





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